Readiness-Check
Welche sechs Fragen sollten Teams jetzt beantworten?
Das Ziel ist kein vorweggenommener Erhebungsbogen. Das Ziel ist ein belastbarer Arbeitsstand, der neue Definitionen und Friständerungen aufnehmen kann, ohne die Datenherkunft neu erfinden zu müssen.
1. Datenverantwortung festlegen
Für jede Abfragequelle einen fachlichen Owner, das führende System, den Stichtag und einen prüfbaren Freigabeschritt benennen. Regulierungsmanagement, Netzplanung, GIS, Controlling und Informationssicherheit sollten dieselbe Datenlandkarte verwenden.
2. Definitionen und Datenherkunft sichern
2026er Last-, Struktur- und Absatzdaten nicht nur sammeln, sondern je Feld dokumentieren: Definition, Berechnungsweg, Quelle, Transformation, Plausibilisierung und bekannte Abweichung.
3. GIS-Export als eigenen Arbeitsstrom behandeln
Leitungsverläufe und Attribute früh auf Format, Vollständigkeit, Größe, Schutzbedarf, Berechtigungen und sicheren Übergabeweg prüfen. Der Entwurf sieht für GIS-Dateien einen gesonderten Übertragungsweg vor.
4. Neue Anschlussdaten testweise ziehen
Anschlussbegehren, Neuanschlüsse und flexible Netzanschlussvereinbarungen anhand eines Probezeitraums auswerten. So werden Definitionslücken und manuelle Zwischenschritte sichtbar, bevor die finale Befüllung beginnt.
5. Redispatch-Daten abstimmen
Kosten-, Mengen- und Plausibilisierungslogik zwischen Regulierung, Netzbetrieb und Controlling abgleichen. Der Entwurf nennt erweiterte Abfragen im Zusammenhang mit Redispatchkosten und vorausschauendem Netzausbau.
6. Terminvarianten vorbereiten
Mit dem im Entwurf genannten 30. April 2027 planen und zugleich kennzeichnen, welche Werte erst mit späteren Testaten stabil werden. Die von Verbänden vorgeschlagene Verschiebung ist eine Forderung aus der Konsultation, keine feststehende Frist.