Nachweis-Check
Welche Unterlagen sollten Projekte jetzt strukturiert vorbereiten?
Ziel ist keine selbst erteilte Bestandsschutzbestätigung. Ziel ist eine prüfbare, versionierte Projektakte, in der Annahmen, Verträge und Rechenwege zusammenpassen.
1. Kostenbasis versionieren
Investitionsvolumen, Anlagenkomponenten und weitere Projektkosten getrennt ausweisen. Annahmen, Stichtag, Datenquelle und Verantwortliche dokumentieren, damit Prozentwerte später reproduzierbar bleiben.
2. Verbindliche Bestellungen belegen
Unterzeichnete Verträge, bestellte Komponenten, Auftragswerte, Leistungsumfang und Wirksamkeitsbedingungen in einer Vertragsliste zusammenführen. Unverbindliche Angebote oder Reservierungen separat kennzeichnen.
3. Abbruchfolgen nachvollziehbar machen
Kündigungsrechte, Vertragsstrafen, bereits fällige Zahlungen und belegbare Folgeschäden je Vertrag erfassen. Nicht nur einen Prozentsatz nennen, sondern Rechenweg und Nachweise hinterlegen.
4. Netzanschlussstand separat führen
Zusage, Vertrag, Reservierung, Fristen und offene Bedingungen zum Netzanschluss in einem eigenen Nachweisstrang dokumentieren. Der veröffentlichte Entwurf nennt dies nicht als Teil der Definition in Tenorziffer 2 Nr. 1; für Projektfortschritt und Inbetriebnahme bleibt der Status dennoch praktisch wichtig.
5. Stichtage und Änderungen protokollieren
Datum der FID, geplante Inbetriebnahme, Nachweisfrist und jede Vertragsänderung mit Version und Freigabe erfassen. Die im Entwurf genannten Daten sind bis zur finalen Festlegung als Verfahrensstand zu behandeln.
6. Prüfweg vorab festlegen
Definieren, wer Unterlagen fachlich, kaufmännisch und rechtlich prüft, welche vertraulichen Dokumente der Netzbetreiber erhalten soll und wie Rückfragen oder abweichende Bewertungen dokumentiert werden.