Sechs Bausteine
Welche Entscheidungsunterlagen sollten Stadtwerke jetzt vorbereiten?
Die Liste nimmt keine späteren Produktkriterien vorweg. Sie schafft einen belastbaren Arbeitsstand, der
Finanzierungsgespräche, interne Priorisierung und Gremienbefassung erleichtert.
1. Investitionspipeline abgrenzen
Stromverteilnetz, Wärmenetz, Erzeugung und Speicher getrennt nach Vorhaben, Reifegrad, Zeitfenster, Investitionsvolumen und technischer Abhängigkeit darstellen.
2. Kapitalbedarf nach Funktion trennen
Eigenkapital, wirtschaftliches Eigenkapital und Fremdkapital nicht vermischen. Für jedes Szenario sichtbar machen, welche Finanzierungslücke wann entsteht.
3. Szenarien und Sensitivitäten dokumentieren
Basisfall, konservativen Gegenlauf und eine Ausbauvariante mit denselben Annahmen rechnen. Besonders Zins, Bauzeit, Auslastung, Förderung und regulatorische Zeitwirkung markieren.
4. Nachweisraum vorbereiten
Beschlüsse, Planungsstände, Wirtschaftlichkeitsrechnung, Genehmigungsstatus, Mittelabruf, Sicherheiten, Risiken und offene Datenpunkte in einer prüfbaren Projektakte bündeln.
5. Entscheidungsweg festlegen
Geschäftsführung, Kämmerei, Beteiligungsmanagement, Aufsichtsrat und kommunale Gremien brauchen eine gemeinsame Vorlage mit Empfehlung, Auflagen und offenen Prüfpunkten.
6. Landesumsetzung beobachten
Zuständiges Landesförderinstitut, Produktstart, Zugangskriterien und kommunalrechtliche Voraussetzungen als offene Punkte führen – nicht als bereits verfügbare Leistung einplanen.