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Praxisnotiz Marktkommunikation

Die MaKo-Fallakte als Standardvorgehen

Eine kompakte Fallakte macht sichtbar, was bekannt ist, was nur vermutet wird, was fehlt und welche menschliche Entscheidung als Nächstes ansteht.

MaKo-Arbeit ist Teamarbeit unter Zeitdruck. Einzelne Klärfälle hängen selten nur an einer Nachricht. Sie berühren Prozessschritte, Marktrollen, Datenformate, Fristen und interne Verantwortung. Eine MaKo-Fallakte macht diese Zusammenhänge sichtbar.

Die Fallakte ist keine Bürokratie um der Bürokratie willen. Sie ist eine kompakte Arbeitslage: Was wissen wir? Was vermuten wir? Was fehlt? Wer entscheidet? Was passiert als Nächstes?

Abschnitt Zweck
Kurzbeschreibungein Satz zum Fall ohne Bewertung
ProzesskontextGPKE, WiM, MaBiS, GeLi Gas oder sonstiger Bezug, soweit bekannt
EingangssignalAPERAK, UTILMD, MSCONS, Stammdatenhinweis oder interne Beobachtung
Evidenzvorhandene Nachrichten, Zeitpunkte, anonymisierte Identifikatoren, Kommunikation
Prüffragenwas fachlich geklärt werden muss
Risiko/Fristwirtschaftliche Nähe, Fristnähe, Wiederholungsrisiko
Entscheidungspunktwelche menschliche Entscheidung ansteht
Nächster SchrittMonitoring, Sammelklärung, Kläranfrage oder Eskalation

Warum sich das lohnt

Der wichtigste Effekt einer Fallakte ist Wiederverwendbarkeit. Wenn ein ähnlicher Fall erneut auftritt, startet das Team nicht bei null. Es kann prüfen, ob ein bekanntes Muster vorliegt, welche Evidenz typischerweise benötigt wird und welche Formulierung für eine saubere Klärfrage funktioniert hat.

Rolle von Willi Mako

Willi Mako passt in diese Arbeitsweise als Strukturhelfer. Aus einer anonymisierten Rohbeschreibung kann der Fachcoach eine erste Fallaktenstruktur vorschlagen: fehlende Angaben markieren, Prüffragen formulieren, Risiken trennen, nächste Schritte neutral benennen. Entscheidend bleibt: Das Tool bereitet vor; die fachliche Verantwortung bleibt beim Menschen.

Standardvorgehen

  1. Jede relevante Klärung bekommt eine kurze Fallakte, nicht nur eine Chat- oder Mailspur.
  2. Fakten, Hypothesen und Entscheidungen werden getrennt.
  3. Offene Prüffragen werden explizit notiert.
  4. Der nächste Schritt ist konkret: wer prüft was bis wann?
  5. Nach Abschluss wird das Muster als Lernbaustein abgelegt, sofern es wiederverwendbar und nicht sensitiv ist.

Fallaktenstandard entwickeln

Wenn Ihr Team Klärfälle nicht nur abarbeiten, sondern als wiederverwendbares Wissen nutzen möchte, ist eine MaKo-Fallakte ein einfacher Einstieg: leicht genug fürs Tagesgeschäft, strukturiert genug für Qualitätssicherung und Coaching.

20-Minuten-Sichtung anfragen

Quellenhinweis: BDEW Marktkommunikation; BDEW-Anwendungshilfen zu Aktivitätsdiagrammen GPKE, WiM, MPES und MaBiS. Diese Praxisnotiz ersetzt keine Rechts-, Compliance- oder Einzelfallberatung.